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Eritrea: Kultur, Küche und Geschichte am Roten Meer
Eritrea teilt mit Äthiopien viel Geschichte und Küche – und hat doch eine ganz eigene Identität. Ein Blick auf das Land am Roten Meer.

Eritrea liegt am Roten Meer, nördlich von Äthiopien, und blickt auf eine reiche, bewegte Geschichte zurück. Küche und Kultur sind eng mit dem äthiopischen Hochland verwandt – und zugleich unverwechselbar eritreisch.
Eine gemeinsame Wurzel
Über Jahrhunderte teilten Eritrea und Äthiopien Sprache, Religion und Esskultur. Auch in Eritrea ist Injera das Grundnahrungsmittel, werden würzige Eintöpfe serviert und wird der Kaffee in aufwendigen Zeremonien zelebriert. Tigrinya, eine der Hauptsprachen Eritreas, wird ebenso im Norden Äthiopiens gesprochen.
Eigene Geschichte, eigene Identität
Eritrea war lange italienische Kolonie – Spuren davon finden sich bis heute in der Architektur der Hauptstadt Asmara, deren modernistisches Stadtbild zum UNESCO-Welterbe zählt, sowie in der Vorliebe für Pasta und Espresso. Nach einem jahrzehntelangen Unabhängigkeitskrieg wurde Eritrea 1993 ein eigenständiger Staat.
Zaygeni, Shiro und mehr
Die eritreische Küche kennt viele Gerichte, die auch in Äthiopien beliebt sind: Zigni (ein scharfer Fleischeintopf), Shiro (cremiges Kichererbsenpüree) und zahlreiche Gemüsegerichte. Berbere und würzige Butter (Tesmi) prägen den Geschmack.
Bei Lalibela feiern wir beide Küchen – die äthiopische und die eritreische. Sie gehören für uns zusammen wie zwei Zweige desselben Baumes: die Habesha-Kultur.


